Alkopopssteuergesetz

Was sind Alkopops?

Das Wort „Alkopop“ setzt sich aus zwei Begriffen zusammen. Erstens aus dem Begriff „Alkohol“ und zweitens aus dem englischen Begriff „pop“, was so viel wie Softdrink bzw. Limonade bedeutet. Ein Alkopop ist also ein alkoholhaltiges Mix-Getränk, welches aus einem süßerem Softdrink oder einer Limonade und einem alkoholhaltigen Getränk entsteht. Als Alkohol werden branntweinhaltige Getränke bzw. Spirituosen genutzt. In den meisten Fällen haben Alkopops einen Alkoholgehalt zwischen 1,2 und 10 % Vol.

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Warum sind Alkopops so gefährlich?

Alkopops sind im Vergleich zu anderen alkoholischen Getränken relativ gefährlich, da die süßeren Softdrinks oder Limonaden den typischen Alkoholgeschmack mehr oder weniger neutralisieren. Dadurch wird die Gefahr  der Getränke oftmals unterschätzt und zu viel getrunken.

Ab wie viel Jahren sind Alkopops erlaubt?

Die Abgabe und der Konsum von Alkopops ist in Deutschland gemäß dem Jugendschutzgesetz ab 18 Jahren erlaubt, da die Getränke mit hochprozentigen Spirituosen bzw. anderen branntweinhaltigen Getränken gemischt werden. Die Hersteller von Alkopops sind außerdem dazu verpflichtet, den Hinweis „Abgabe an Personen unter 18 Jahren verboten, § 9 Jugendschutzgesetz“ auf den Verpackungen anzubringen.

Was ist das Alkopopsteuergesetz?

Das Alkopopsteuergesetz trat am 01.07.2004 in Kraft und soll zur Verbesserung des Schutzes junger Menschen bezüglich der Gefahren von Alkohol beitragen. Das Gesetz führte eine Sondersteuer auf Alkopops ein, die ungefähr viermal so hoch wie die übliche Branntweinsteuer ist. Dadurch sollten die Kosten für Alkopops – welche anfangs sehr gering waren – erhöht werden und somit die Attraktivität für Hersteller und junge Menschen gesenkt. Die Steuereinnahmen sanken in den Jahren nach der Einführung immer weiter und einige Hersteller stellten die Produktion sogar ein. Deshalb ist das Gesetz aus gesundheitspolitischer Sicht durchaus ein Erfolg.