Alkohol im Straßenverkehr – Darf ich nach einem Bier noch fahren?

Promillegrenzen

Seit 1953 gibt es in Deutschland Promillegrenzen im Straßenverkehr. Allerdings legte der Bundesgerichtshof diese Grenze auf unglaubliche 1,5-Promille fest, sodass nicht wirklich von einer Promille-Grenze gesprochen werden konnte. In den folgenden Jahren hat der Staat sie dann aber immer weiter gesenkt, sodass sie heute bei 0,5-Promille liegt. Weitere Informationen zu den Promillegrenzen findest Du auf dieser Seite, aber bitte beachte: Alle  Angaben auf dieser Seite sind ohne Gewähr und können von Fall zu Fall auch abweichend sein.

Grundsätzlich ist es sowieso nie empfehlenswert sich nach dem Konsum von Alkohol hinters Steuer zu setzen! Denn schon geringe Mengen an Alkohol können unser Verhalten maßgebend verändern.

PBDE Promille-Grenzen

Wie viel Promille habe ich? Promillerechner

Null-Promillegrenze

Am ersten August 2007 führte die Bundesrepublik Deutschland die Null-Promille-Grenze ein. Sie gilt für alle Personen unter 21 Jahren sowie für Fahranfänger in der Probezeit und verbietet ihnen das Fahren unter Alkoholeinfluss vollständig. Wer gegen die Null-Promille-Grenze verstößt, muss mit einem Bußgeld in Höhe von 250 Euro sowie einem Punkt in Flensburg rechnen.

0,3-Promillegrenze

Ab 0,3-Promille spricht man von der sogenannten „relativen Fahruntüchtigkeit“. An sich ist es noch nicht Strafbar, sich mit 0,3 – 0,49 Promille hinter das Steuer zu setzen, aber bei auffälliger Fahrweise oder sogar einem Unfall kann es trotzdem zu einer Verurteilung wegen Trunkenheit im Verkehr beziehungsweise Gefährdung des Straßenverkehrs kommen.
Die 0,3-Promille-Grenze gilt außerdem auch für Fahrradfahrer.

0,5-Promillegrenze

Ab 0,5-Promille liegt eine Ordnungswidrigkeit vor. Ab jetzt ist es egal, ob man während seiner Fahrt auffällig geworden ist oder nicht. Wer mit 0,5 – 1,09 Promille unterwegs ist, begeht automatisch eine Ordnungswidrigkeit. Wer erwischt wird, muss beim ersten mal 500 Euro bezahlen und erhält außerdem drei Punkte in Flensburg sowie einen Monat Fahrverbot. Bei wiederholten Vergehen erhöht sich die Strafe sowie das Fahrverbot. Beim zweiten mal sind es schon 1000 Euro und zwei Monate Fahrverbot und ab dem drittem mal 1500 Euro und drei Monate Fahrverbot.

1,1-Promillegrenze

Ab 1,1-Promille gilt die „absolute Fahruntüchtigkeit“. Außerdem liegt nun eine Straftat vor. Jeder Fall wird strafrechtlich verfolgt und die Konsequenzen reichen von Geld- bis Freiheitsstrafen. Des Weiteren kommen drei Punkte in Flensburg dazu und der Führerschein kann über einen längeren Zeitraum eingezogen werden.

1,6-Promillegrenze

Ab 1,6-Promille tritt die „absolute Fahruntüchtigkeit“ auch für Fahrradfahrer ein. Zusätzlich zu den Konsequenzen der 1,1-Promille-Grenze erfolgt nun auch zwingend eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU), welche die allgemeine Fahreignung überprüfen soll.

Zusammenfassung – Bußgelder und Strafen

Generell gilt, dass die Strafen bei wiederholten Vergehen oder bei einem Unfall deutlich höher sein können.

  • 0-Promillegrenze: 250 Euro, 1 Punkt
  • 0,3-Promillegrenze: Strafe variiert, nur bei Unfall oder Auffälligkeiten
  • Erstverstoß 0,5-Promillegrenze: 500 Euro, 3 Punkte, 1 Monat Fahrverbot
  • Zweitverstoß 0,5-Promillegrenze (beim zweiten Verstoß): 1000 Euro, 3 Punkte, 2 Monate Fahrverbot
  • Drittverstoß 0,5-Promillegrenze (beim dritten Verstoß): 1500 Euro, 3 Punkte, 3 Monate Fahrverbot
  • 1,1-Promillegrenze: Strafe variiert, Freiheitsstrafe möglich
  • 1,6-Promillegrenze: Strafe variiert, MPU, Freiheitsstrafe möglich